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14.01.2013
Quo vadis, Geldsystem?
Autor: Prof. Dr. Hans J. Bocker

Aufs Gemüt legt sich im Weiteren die staatlich sanktionierte, geschickte Falschbilanzierung vor allem im Bankensektor, in welchem beliebige Eigenbewertungen von Schrottpapieren bis ins Absurde schon zur langweiligen Routine verkommen sind. Hinzu kommen massive Manipulationen von Börsenkursen - wie beispielsweise durch das „Plunge Protektion Team“ in New York, Drückung von Gold- und Silberpreisen durch kolossale ungedeckte Shortpositionen an den Terminmärkten, die den physischen Markt an Volumen um weit mehr als das 100-fache übertreffen können. Eine US-Grossbank beispielsweise, verkaufte in einem Falle in nur 45 Minuten nahezu die gesamte Silber-Jahresproduktion der Welt ohne auch nur einen Bruchteil hiervon physisch zu besitzen.

Wenn nun ökonomische Verzerrungen aller Art unter frecher Missachtung heilender Marktkräfte und wirtschaftlicher Gesetze. - sowie routinierte endlose Interventionen im Bereich Wirtschaft und Finanzen nach planwirtschaftlichem Vorbild zu beobachten sind, wenn Griechenland zum vielleicht 14. Male „gerettet“ wird, und wenn Billionen nach Gutdünken der herrschenden Elite veschoben werden, gähnt die von derlei Nachrichten stark ermüdete Bevölkerung nur noch gelangweilt. Nicht ganz so gelangweilt reagiert sie auf immer höhere Steuer- und Abgabenlasten, auf die die Rechte des Einzelnen beschneidenden überbordende staatliche Bürokratien, sowie deren Regulierungswut und wachsendes Eindringen in die Privatsphäre. Das System ist auf dem Marsch zum totalen Überwachungsstaat und seinem gläsernen Bürger.

Wer die endlosen bewaffneten Konflikte bzw. die vorerst noch als Stellvertreterkriege grosser Mächte laufenden Szenen brutaler Gewalt sieht, einschliesslich Währungskriege mit Abwertungswettlauf und Goldkriege mit Preisdrückungen - nebst Silber im Schlepptau - könnte in Schwermut verfallen.

Auch herrscht im Investorenkreisen absoluter Anlagennotstand, da weltweit Negativrenditen die Finanzlandschaften regieren, so dass Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter verzweifelt nach wahrhaft gewinnträchtigen Anlagen suchen. Dow Jones, Dax und die Börsenindices der westlichen Länder stehen im Wesentlichen auf dem gleichen Stand wie vor einem Jahrzehnt. Immobilien werden in den meisten Ländern der Welt immer unattraktiver. In Detroit ist ein Standard-Einfamilienhaus bereits ab 10 000 € zu haben. Die noch laufenden Preisblasen wie in Deutschland und der Schweiz, werden wie alle Blasen, vor und nach ihnen geräuschvoll platzen – völlig alternativlos!

Im Bereich der Bonds bläht sich derzeit auch eine globale Megablase wie ein Ballon in der Grössenordnung von 100 Billionen $ auf, der ebenfalls auf seinen Nadelstich wartet. Vorerst finden sich die Anleger – mitunter auch „Bondaffen“ genannt, mit lächerlichen Minizinsen und den nach Steuern und Inflation eingebauten Dauerverlusten ab. Nach etwa einem Jahrzehnt dürfte die hier investierte Kaufkraft - selbst ohne jeden Crash - sich der Null rasch nähern: Die schleichende Enteignung per excellence.

Wie ferne scheinen doch die Zeiten einer soliden Gold- oder besser noch – Bimetallwährung, die Silber als Konkurrent zum Gold einschliesst. Beide Metalle, insbesondere Gold, doch mit Silber im Schlepptau - galten seit Jahrtausenden als sichere Fluchtburg in Zeiten von Krisen, Kriegen, Revolutionen, Zusammenbrüchen und anderen Übeln. Nicht nur sind unter ihrer Ägide die grossen Weltreiche entstanden und zur wirtschaftlichen Blüte gelangt, nein, sie waren - und werden es immer sein - die nicht beliebig vermehrbaren „Währungen der letzten Instanz“. Bricht alles zusammen, stehen diese beiden Edelmetalle wie der sprichwörtliche Fels in der wilden Brandung übelriechenden fauligen Finanzwogenganges und der bald demnächst wieder einmal einsetzenden - und für Viele tödlichen existenzbegrabenden - katastrophalen Ebbe.

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