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04.06.2013
Heisse Druckerpressen, khles Gold und kalte Fakten
Teil 3
Autor: Prof. Dr. Hans J. Bocker

Signalwirkung der Finanznavigationsinstrumente verloren

Die derzeit noch Herrschenden waren mit all in ihren Machenschaften erfolgreich, die frher immer verlsslichen Finanznavigationsinstrumente, wie extremer Schuldenstand, rekordhohe Massenarbeitslosigkeit und insbesondere den Goldpreis, unbrauchbar zu machen. Diese Instrumente zeigen jetzt inkohrente oder widersprchliche Messergebnisse an. Auch haben Politiker und Elite-Banker in trauter Kooperation als Folge der in astronomische Grssenordnungen vorgedrungenen Summen, wie Billionen und Billarden an Dollars, Euros oder Yens, den Bezug zu Realitt komplett verloren. Volkszertreter - Verzeihung - Volksvertreter und Abgeordnete verstehen schon lange nicht mehr, um was es bei Rettungsaktion, Garantien, Hilfen fr fremde, weit entfernte Lnder und Brgschaften berhaupt noch geht, da die involvierten Summen jedes Vorstellungsvermgen sprengen.
Dies gilt auch fr Vorstnde und Aufsichtsrte von Grossunternehmen.
So ergab sich beispielsweise aus den Bilanzen der Deutschen Bank Anfang Mai 2013, dass dieses von der ffentlichkeit verehrte Institut einen neuen Weltrekord von sage und schreibe ber 72 Billionen $ (in Worten: zweiundsiebzigtausend Milliarden Dollar) oder 56 Billionen an Derivaten - in den Bchern hlt. Damit verwies sie den bisherigen Weltrekordhalter J. P. Morgan mit seinen lppischen 70 Billionen $ Derivaten auf Platz Zwei. Gratulation! Endlich sind die Deutschen nicht nur beim Fussball wieder vorn.

Beruhigungspillen schaufelweise

Ein kleiner Schuss Realitt trbt den Triumph dieser finanzakrobatischen Mega-Kapriolen des grssten deutschen Finanzinstituts:
Die deutsche Wirtschaftsleistung eines ganzen Jahres beluft sich auf mickrige 2,7 Billionen . Wenn der genannte Derivate-Betrag rein theoretisch fllig wrde, mssten die Deutschen rund 21 Jahre dafr, und nur dafr, arbeiten. Jedoch, was sind schon 21 volle Jahre volkswirtschaftlicher Frchte fr einen einzigen Posten einer einzigen Bank?

Ob krzer oder lnger, ob Theorie oder Praxis: Mit diesen ungeheuren Summen betritt der Finanzsektor absolutes Neuland ohne jede Erfahrungswerte. Reisst die Kette derivativer Verpflichtungen? Wann? Was wren die Folgen? Who cares!
Aber die Deutsche Bank beruhigt und erklrt selbstsicher, dass alles voll international abgesichert sei. Vielleicht. Doch setzt dies voraus, dass alle diese Absicherungen voll funktionieren, die Wett-Ergebnisse immer stimmen und die Gegenparteien in diesen Wettgeschften nicht pleite gehen.

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